Halligparadies

Sonne, Wind und Meer ... Faszination Halligwelt, Naturpark Wattenmeer ... Wildgänse, Wasser-, Wat- und Zugvögel ... ein Leben zu Grootmoderstieden und heute ... mit dem Austernfischer Karlchen, Nordmeertrollen, Seeteufelchen, Ekkenekkepenn ...

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              Sehnsucht: ein Leben im Paradies - ein Leben auf einer Hallig
                                        ein Leben auf Hallig Hooge
                 
                     
                                                      gemeinsam mit Karlchen,                                                                    und Ekkenekkepenn,
                                                                                 
                                                     dem Austernfischer                                                                                 dem guten Geist des Meeres 
 
Was ist und wo liegt es, mein Paradies - und für wen ist es eines?
 
Fangen wir mit Letzterem an:
Das Paradies gefunden haben einige Menschen, die hier leben dürfen, viele Menschen, die es für einen Tag besuchen oder die hier ihre Urlaubstage verbringen können.
Das Paradies gefunden haben auch die zig tausend Wildgänse, ja, sogar Millionen Wat- und Zugvögel, die im Frühjahr und im Herbst hier Station machen, sich von der bisherigen sehr, sehr langen Flugreise erholen, neue Kräfte für den Weiterflug ins arktische Brutgebiet bzw. - im umgekehrten jahreszeitlichen Rhythmus - ins südliche Winterquartier sammeln.
Das Paradies für sich entdeckt haben natürlich noch die "Gefiederten", die hier ihr Domizil aufschlagen, gemeinsam mit dem - meist fürs ganze Leben auserwählten - Partner ein Nest bauen, alles dafür tun, ihre Population zu erhalten oder gar zu stärken, unverdrossen und jeden Tag aufs Neue ihre Freude in die Luft und gen Himmel flöten! Doch die gefiederten Hallig-Mitbewohner sind's nicht alleine, nein, auch die Salzwiesenlämmer nebst den Muttertieren, gesundes rot- oder schwarz-buntes Vieh, Robben, die Seehunde, Nordseekrabben, Seesterne, Muscheln und viele mehr bevölkern unser kleines Paradies, sorgen gleichzeitig  für die unverzichtbare ökologische Ausgeglichenheit.
Und nun zum Beginn der Frage:
Ein kleines Paradies für Mensch und Tier, das sind die im Nationalpark Wattenmeer gelegenen Halligen - ganze zehn Stück an der Zahl und einzig auf der Welt! Im Sommer wie im Winter, im Frühjahr wie im Herbst, bei Sonnenschein und bei Regen,  bei Sturmfluten und Landunter, weit draußen in und umgeben
von der bei ruhigem Wetter auch als "blanker Hans" bezeichneten Nordsee, wenn die Brand-, Grau-, Weißwangen- und Ringelgänse kommen, tausende von ihnen die Hallig und das Wattenmeer bevölkern, Riesenschwärme von Knutts und sonstigen Wat-, Wasser- und Zugvögeln den Himmel mal verdunkeln und - nach der abrupten Kehrtwendung - mal versilbern, sich im Watt niederlassen, wie auf ein geheimes Zeichen hin alle gemeinsam erheben, aufs Neue starten, da stellt sich nicht die Frage: "Was und wo ist das Paradies". Nein, da fühlt man sich ganz einfach "mitten drin", genießt den Tag, weiß es als Geschenk zu schätzen, findet zu sich selbst, zum Leben, zum Miteinander, wird selbst ein Teil davon ... 
 
                                                         
        
Wer auf den Halligen geboren ist, für wen die Halligen zur Heimat geworden sind, wer die Halligen kennt und liebt und doch in der Ferne weilen muss, der kennt die ihn selbst fast auffressende Sehnsucht, die unerschütterliche Verbundenheit - was auch immer geschieht.
Kein Tag, keine Stunde, keine Minute, keine Sekunde, die die Gedanken nicht dort verweilen, dorthin zurückkehren, den Wunsch übermächtig werden lassen, in diese faszinierende, einzigartige Welt, einzu-tauchen: mit Gedanken, mit der Seele, mit - sozusagen - Haut und Haaren.´
 
Was gibt die Verbundenheit, die Sehnsucht zur Hallig besser wieder als die Ballade von Hermann Allmers (1821-1902)
 
                                                             Der Halligmatrose

                                              Kaptain, ich bitt´ euch, laßt mich fort,
                                              O lasset mich frei, sonst lauf ich von Bord,
                                              Ich muß heim, muß heim nach der Hallig!
                                              Schon sind vergangen drei ganze Jahr,
                                              Daß ich stets zu Schiff, daß ich dort nicht war,
                                              Auf der Hallig, der lieben Hallig.

                                              Nein, Jasper, nein, das sag´ ich dir,
                                              Noch diese Reise machst du mit mir,
                                              Dann darfst du gehn nach der Hallig.
                                              Doch sage mir, Jasper, was willst du dort?
                                              Es ist ein so öder, armseliger Ort,
                                              Die kleine, einsame Hallig.

                                              Ach, mein Kapitän, dort ist´s wohl gut,
                                              Und an keinem Ort wird mir so zumut,
                                              So wohl als auf der Hallig;
                                              Auch mein Weib hat geweinet manch traurige Nacht,
                                              Hab´ so lang nicht gesehn, wie mein Kind mir gelacht
                                              Und Haus und Hof auf der Hallig.

                                              So höre denn, Jasper, was ich dir sag´:
                                              Es ist gekommen ein böser Tag,
                                              Ein böser Tag für die Hallig;
                                              Eine Sturmflut war wie nie vorher,
                                              Und das Meer, das wild aufwogende Meer,
                                              Hoch ging es über die Hallig.

                                              Dort sollst du nicht hin, vorbei ist die Not,
                                              Dein Weib ist tot, dein Kind ist tot,
                                              Ertrunken sind beid´ auf der Hallig.
                                              Auch deine Schafe und Lämmer sind fortgespült,
                                              dein Haus ist fort, deine Wurt zerwühlt;
                                              Was wolltest du tun auf der Hallig?

                                              Ach mein Kapitän, ist das geschehn!
                                              Alles soll ich nicht wiedersehn,
                                              Was lieb mir war auf der Hallig?
                                              Und ihr fragt mich noch, was ich dort will tun?
                                              Will sterben und im Grabe ruhn
                                              Auf der Hallig, der lieben Hallig.


Vieles gibt's noch zu sehen und zu lesen: von den Halligen, vom Naturpark Wattenmeer, der Nordsee ...
 

                  Dann, wenn sich Einiges normalisiert hat, seinen gewohnten Gang gehen kann, ein wenig mehr Zeit und mehr Muse zur Verfügung steht ...

 

Und noch ein paar Tipps für Wissbegierige (auch wenn ich nicht für den Inhalt der nachstehend empfohlenen Websites verantwortlich zeichne):

                                                                                              

  • Spezielles von der Hallig Hooge finden Sie beispielsweise unter                    

 

  • ein sehr interessantes, informatives Forum über Nordsee und Küste:
         

 

  • eine Rezension des Buches »Das Wattenmeer - Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen«

                  (Theiss Verlag, Stuttgart), u.a. vom Nordfriisk Instituut in Bredstedt ausgegeben, lesen Sie unter: 

                                                                                                                                                  

 
 
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